Manifest des Great Awakening. Gegen den Great Reset.

Manifest des Great Awakening.

Gegen den Great Reset.

Verfasst von Alexander Dugin.

Aus dem Englischen übersetzt von Alexander Markovics.

Great Reset

Die 5 Punkte von Prinz Charles

Im Jahr 2020 haben beim Davosforum der Gründer des Forums Klaus Schwab und Prinz Charles von Wales einen neuen Plan für die Menschheit, den Great Reset proklamiert.

Dieser Plan besteht dem Prinzen von Wales zufolge aus fünf Punkten:

  1. Den Willen und die Vorstellung der Menschheit einfangen – ein Wandel wird nur dann eintreten, wenn ihn die Menschen wirklich wollen.

  2. Der Wirtschaftsaufschwung muss die Welt auf den Pfad der nachhaltigen Beschäftigung, der Existenzgrundlage und des Wachstums führen. Seit langem bestehende Anreizstrukturen, die perverse Auswirkungen auf die Umwelt unserer Erde und die Natur selbst gehabt haben, müssen neu erfunden werden.
  3. Systeme und Reaktionsketten müssen so neugestaltet werden, um Net-Zero Übergänge auf globaler Ebene auszuweiten. Der CO2-Preis kann eine kritische Reaktionskette hin zu einem nachhaltigen Markt gewährleisten.
  4. Wissenschaft, Technik und Innovation müssen wiederbelebt werden. Die Menschheit befindet sich am Rand eines katalytischen Durchbruchs, der unsere Wahrnehmung davon, was möglich und was profitabel im Rahmen einer nachhaltigen Zukunft ist, ändert.
  5. Investitionen müssen wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Das Zunehmen grüner Investitionen kann neue Arbeitsplätze in der grünen Energie, der Kreislauf- und Biowirtschaft, dem Ökotourismus und der grünen öffentlichen Infrastruktur schaffen.

Der Begriff “nachhaltig” ist ein Bestandteil des wichtigsten Konzepts des Club of Rome – dem der “nachhaltigen Entwicklung”. Diese Theorie basiert auf wiederum einer anderen Theorie – den “Grenzen des Wachstums”, denen zu Folge die Überbevölkerung des Planeten einen kritischen Punkt erreicht hat (was wiederum die Notwendigkeit, die Geburtenrate zu senken miteinschließt).

Die Tatsache, dass das Wort “nachhaltig” im Zusammenhang mit der Covid-19 Pandemie verwendet wird, welche einigen Analysten zu Folge zu einem Bevölkerungsrückgang führen soll, hat weltweit zu einer beachtlichen Reaktion geführt.

Die Hauptunkte des Great Resets bestehen in folgenden Maßnahmen:

– Der Kontrolle des öffentlichen Bewusstseins im weltweiten Maßstab, deren Kern die sogenannte “Cancel Culture” bildet – diese bedeutet die Einführung von Zensur in jenen Netzwerken, die von den Globalisten kontrolliert werden (siehe Punkt 1).

– Dem Übergang zu einer ökologischen Ökonomie und der Zurückweisung moderner industrieller Strukturen (die Punkte 2 und 5).

– Den Eintritt der Menschheit in die Vierte Industrielle Revolution (welcher das letzte Treffen in Davos gewidmet war) im Sinne einer schrittweisen Ersetzung der Arbeitskraft durch Cyborgs und die Implementierung Künstlicher Intelligenz im weltweiten Maßstab (Punkt 3).

Die eigentliche Idee des “Great Resets” liegt in der Fortsetzung der Globalisierung und der Stärkung des Globalismus nach einer Reihe von Niederlagen: Diese bestehen in der konservativen Präsidentschaft des Globalisierungskritikers Trump, dem steigenden Einfluss der multipolaren Welt, insbesondere Chinas und Russlands, dem Aufstieg islamischer Länder wie der Türkei, des Iran, Pakistans, Saudi-Arabiens und ihrer Zurückweisung des westlichen Einflusses.

Während des Davosforums erklärten Vertreter der weltweiten liberalen Eliten die Mobilisierung ihrer Strukturen in Erwartung von Bidens Präsidentschaft und des Sieges der Demokraten in den USA, einer Sache, die sie sich von Herzen wünschten.

Implementierung

Ein Kennzeichen der globalistischen Agenda ist das Lied von Jeff Smith mit dem Titel “Build Back Better” (etwa: besser zurückbauen, dem Wahlspruch von Joe Biden). Dieser trägt die Bedeutung in sich, dass die Menschen (soll heißen: Die Globalisten) nach einer Reihe von Rückschlägen (Wie etwa dem Hurrikan Katrina) ihre Infrastruktur zu einem solchen Grad neu errichten wollen, dass sie besser als je zuvor sei.

Der Great Reset beginnt mit dem Sieg Bidens.

Die Führer der Welt, die Chefs großer Unternehmen – Big Tech, Big Data, Big Finance, usw. – trafen sich und mobilisierten gemeinsam ihre Kräfte, um ihre Gegner zu besiegen – Trump, Putin, Xi Jinping, Erdogan, Ayatollah Khamenei, und andere. Sie begannen damit, Trumps Sieg zu stehlen, indem sie neue Technologien verwendeten, indem sie die “Vorstellung der Menschen einfingen” (Punkt 1), durch Einführung der Zensur im Internet und Manipulation der Briefwählerstimmen.

Biden Einzug ins Weiße Haus bedeutet, dass die Globalisten zum nächsten Schritt übergehen.

Dieser wird alle Bereiche des Lebens betreffen – die Globalisten gehen zurück an den Punkt, an dem Trump und andere Pole der heraufdämmernden Multipolarität sie aufgehalten hatten. Und genau hier spielen die Gehirnwäsche (durch Zensur und Manipulation der sozialen Medien, totale Überwachung und die Sammlung der Daten von jedem) sowie die Einführung neuer Technologien eine Schlüsselrolle.

Die Covid-19 Epidemie dient als Rechtfertigung dafür. Unter dem Deckmantel der Sanitärhygiene rechnet der Great Reset damit, die Kontrollstrukturen der globalistischen Eliten über die Weltbevölkerung radikal zu ändern.

Die Angelobung Joe Bidens und die Dekrete, die er bereits unterzeichnet hat (die buchstäblich alle Entscheidungen von Trump aufheben) bedeuten, dass damit begonnen wurde, den Plan in die Tat umzusetzen.

In seiner Rede über den “neuen” Kurs der US-amerikanischen Außenpolitik verlautbarte Biden die Stoßrichtung der globalistischen Politik. Dies mag neu “erscheinen” ist es aber nur teilweise und nur im direkten Vergleich mit der Politik Trumps. Alles in allem verkündete Biden schlicht und ergreifend die Rückkehr zum alten Kurs:

– Globale Interessen treten an die Stelle nationaler Interessen.

– Die Strukturen der Weltregierung und ihrer Zweige in Form weltweiter supranationaler Organisationen und Wirtschaftsstrukturen werden gestärkt.

– Die Stärkung des NATO-Blocks und die Zusammenarbeit mit allen globalistischen Regimen und Kräften.

– Die Propagierung und Vertiefung des demokratischen Wandels im weltweiten Maßstab, was praktisch Folgendes bedeutet:

1) Die Eskalation der Beziehungen mit jenen Ländern, welche die Globalisierung ablehnen und damit zuallererst mit Russland, China, dem Iran, der Türkei, usw.

2) Eine Verstärkung der Präsenz des US-amerikanischen Militärs im Nahen Osten, Europas und Afrikas.

3) Die Verbreitung von Instabilität und “Farbrevolutionen”.

4) Die ununterbrochene Anwendung von “Dämonisierungs-” und “Deplatformingstrategien” sowie der Netzwerk-Ostrazismus (cancel culture) gegen alle, deren Meinungen von jenen der Globalisten abweichen (sowohl innerhalb als auch außerhalb der USA).

Folglich zeigt die neue Führung im Weißen Haus nicht die geringste Bereitschaft, einen gleichberechtigten Dialog mit irgendjemanden zu führen, sondern verengt noch zusätzlich den eigenen liberalen Diskurs, der mittlerweile keinerlei Widerspruch toleriert. Der Globalismus tritt damit in seine totalitäre Phase ein. Dies macht den Ausbruch neuer Kriege wahrscheinlicher denn je, ein erhöhtes Risiko für den Eintritt des Dritten Weltkriegs mit eingeschlossen.

Die Geopolitik des “Great Reset”

Die globalistische Foundation for Defence of Democracies, welche die Position neokonservativer Kreise in den USA ausdrückt, veröffentlichte vor kurzem einen Bericht,- der Biden empfiehlt, die folgenden Positionen von Trump zu vertreten:

1) Die Gegnerschaft zu China verstärken.

2) Den Druck auf den Iran zu erhöhen.

– Diese sehen sie als positiv und Biden soll sich weiterhin entlang dieser Achse der Außenpolitik bewegen.

Andererseits verdammten die Verfasser des Berichts folgende außenpolitische Maßnahmen von Trump:

1) Die Desintegration der NATO.

2) Eine Annäherung mit “totalitären Führern” (China, Demokratische Volksrepublik Korea und Russland).

3) Ein “schlechtes” Abkommen mit den Taliban.

4) Den Rückzug der US-Truppen aus Syrien.

Folglich bedeutet der “Great Reset” in der Geopolitik ein Zusammenspiel der “Verbreitung der Demokratie” zusammen mit einer “neokonservativen und aggressiven Strategie der umfassenden Dominanz”, worin die Hauptstoßrichtung der “neokonservativen” Politik besteht. Gleichzeitig wird Biden geraten, die Konfrontation mit dem Iran und China fortzusetzen sowie zu intensivieren, der Hauptfokus muss jedoch auf dem Kampf gegen Russland liegen. Und das wiederum setzt die Stärkung der NATO und die Ausweitung der US-Präsenz im Nahen Osten und Zentralasien voraus.

So wie Trump sieht er in Russland, China, dem Iran und anderen islamischen Staaten die größten Hindernisse auf dem Weg dorthin.

Auf diese Art werden Umweltprojekte und technische Neuerungen (zuallererst die Einführung der Künstlichen Intelligenz und Robotik) mit dem Anstieg eines aggressiven Militarismus kombiniert.

Eine kurze Geschichte der liberalen Ideologie: Der Globalismus als Kulminationspunkt

Nominalismus

Um das historische Ausmaß von Bidens Sieg und Washingtons “neuen” Kurs für den “Great Reset” zu verstehen, muss man die Geschichte der liberalen Ideologie von ihrem Anfang an betrachten. Nur dies befähigt, den Ernst der Lage nachzuvollziehen. Bidens Sieg ist kein Zufall und die Ankündigung des globalistischen Gegenschlags entspringt nicht bloß dem Todeskampf eines gescheiterten Plans. Die Sache ist viel ernster. Biden und die Kräfte hinter ihm verkörpern den Höhepunkt eines geschichtlichen Prozesses, der im Mittelalter begann, in der Moderne seinen Reifezustand mit dem Auftauchen der kapitalistischen Gesellschaft erreichte und heute in seine Endphase eintritt – deren Theorie des Great Reset vom Anfang dieses Textes an umrissen wurde.

Die Wurzeln des liberalen (=kapitalistischen) Systems reichen bis zum Universalienstreit der Scholastiker zurück. Dieser Streit teilte die katholischen Theologen in zwei Lager: Während die einen die Existenz des Gemeinsamen anerkannten (species, genus, universalia), glaubten die anderen nur an bestimmte-individuelle Dinge und interpretierten deren generalisierende Namen als rein externe, konventionelle Systeme der Klassifizierung, die lediglich ein “leeres Geräusch” darstellen würden. Jene die von der Existenz des Allgemeinen und der Spezies überzeugt waren, bezogen sich auf die klassische Tradition Platos und Aristoteles. Sie wurden “Realisten” genannt, sohin jene, welche die “Realität der Universalien” anerkennen. Der bekannteste Vertreter dieser “Realisten” war Thomas von Aquin und, im Allgemeinen, die Tradition der Dominikanermönche.

Die Vertreter der Idee, dass nur die individuellen Dinge und Wesen real sind, nannte man “Nominalisten”, ausgehend vom lateinischen Wort “nomen.”. Die Forderung – “Ganzheiten sollen nicht ohne Notwendigkeit vervielfältigt werden.” – geht auf einen der Hauptverteidiger des “Nominalismus” zurück, den englischen Philosophen William Ockham. Bereits zuvor waren dieselben Ideen von Johannes Roscelin von Compiègne verteidigt worden. Obwohl die “Realisten” die erste Runde des Konflikts gewannen und die Lehren der “Nominalisten” mit dem Anathema belegt wurden – führten die späteren Pfade des westeuropäischen Philosophie – insbesondere in der Neuzeit – auf den Weg von Ockham.

Der “Nominalismus” bereitete den Boden für den zukünftigen Liberalismus, sowohl in ideologischer als auch in ökonomischer Hinsicht. Hier wurden die Menschen nur als Individuen angesehen und sonst nichts und alle Formen der kollektiven Identität (Religion, Klasse usw.) wurden abgeschafft. Genauso wurde das Ding als absoluter Privatbesitz betrachtet, als ein konkretes, separates Ding, das einfach als Besitz dieses oder jenes individuellen Inhabers betrachtet werden konnte.

Der Nominalismus triumphierte zuerst in England, verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den protestantischen Ländern und wurde Schritt für Schritt zur wesentlichen philosophischen Matrix der Neuzeit – in der Religion (individuelle Beziehungen des Menschen mit Gott), in der Wissenschaft (Atomismus und Materialismus), in der Politik (Voraussetzungen der bürgerlichen Demokratie), in der Wirtschaft (Markt und Privatbesitz), der Ethik (Utilitarismus, Individualismus, Relativismus, Pragmatismus), usw.

Kapitalismus: Die erste Phase

Vom Nominalismus ausgehend können wir den gesamten Weg des historischen Liberalismus vom Roscelin und Occam bis hin zu Soros und Biden verfolgen. Teilen wir aus praktischen Gründen diese Geschichte in drei Stufen!

Die erste Stufe bestand in der Einführung des Nominalismus in das Reich der Religion. Die kollektive Identität der Kirche, so wie sie vom Katholizismus verstanden wurde (und mehr noch von der Orthodoxie), wurde von den Protestanten durch Individuen ersetzt, die von da an die Heilige Schrift auf der alleinigen Grundlage ihres Verstandes interpretierten und somit jede Tradition zurückweisen konnten. Daher wurden viele Aspekte des Christentums – die Sakramente, Wunder, Engel, Belohnung nach dem Tod, das Ende der Welt usw. – neu bewertet und verworfen, da sie “rationalen Kriterien” nicht standhielten.

Die Kirche als der “mystische Körper Christi” wurde zerstört und durch Freizeitvereine ersetzt, die durch das freie Einverständnis von unten geschaffen wurden. Die brachte eine große Zahl miteinander streitender protestantischer Sekten hervor. In Europa und England selbst, wo der Nominalismus die größten Früchte getragen hatte, wurde dieser Prozess etwas gebändigt und die rabiatesten Protestanten eilten in die Neue Welt, wo sie ihre eigene Gesellschaft etablierten. Später, nach dem Kampf mit der europäischen Metropole, entstanden die Vereinigten Staaten.

Parallel zur Zerstörung der Kirche als “kollektiver Identität” (etwas “Gemeinsamen”) begann die Abschaffung der Stände. Die soziale Hierarchie der Priester, Aristokraten und Bauern wurde durch die undefinierten “Stadtmenschen” ersetzt, der ursprünglichen Bedeutung des Wortes “Bourgeois” zu Folge. Der Bourgeois ersetzte alle anderen Schichten der europäischen Gesellschaft. Jedoch war der Bourgeois exakt das beste “Individuum”, ein Bürger ohne Klan, Stamm oder Berufsstand, aber mit Privatbesitz. Und diese neue Klasse begann, die gesamte europäische Gesellschaft umzubauen.

Gleichzeitig wurde die supranationale Einheit zwischen dem päpstlichen Stuhl und dem weströmischen Reich – als weiterer Ausdruck einer “kollektiven Identität” – ebenso abgeschafft. An ihre Stelle trat eine auf souveränen Nationalstaaten, gewissermaßen “politische Individuen”, aufbauende Ordnung. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges konsolidierte der Westfälische Frieden diese Ordnung.

Folglich war bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts eine bürgerliche Ordnung (also der Kapitalismus) in ihren wesentlichen Zügen in Westeuropa entstanden.

Die Philosophie dieser neuen Ordnung wurde in vielerlei Hinsicht von Thomas Hobbes vorweggenommen und von John Locke, David Hume und Immanuel Kant entwickelt. Adam Smith wandte diese Prinzipien auf dem Feld der Wirtschaft an und leistete damit seinen Beitrag zum Aufstieg des Liberalismus als ökonomischer Ideologie. In der Tat wurde der Kapitalismus zu einer kohärenten und ausformulierten Weltsicht, die auf der systematischen Implementierung des Nominalismus aufbaute. Der Sinn der Geschichte und des Fortschritts lag fortan darin, “das Individuum von allen Formen der kollektiven Identität zu befreien” bis zu seiner logischen Grenze.

Bis zum 20. Jahrhundert, nach der Zeit der kolonialen Eroberungen, war der westeuropäische Kapitalismus zu einer globalen Realität geworden. Der nominalistische Zugang überdauerte in Wissenschaft und Kultur, in der Politik und der Wirtschaft, im Alltagsdenken des Westens und der gesamten Menschheit.

Das 20. Jahrhundert und der Triumph der Globalisierung: Die zweite Phase

Im 20. Jahrhundert traf der Kapitalismus auf eine neue Herausforderung. Diesmal war es nicht eine gewöhnliche Form der kollektiven Identität – Religion, Klasse, Stand usw. – sondern auf künstliche und moderne Theorien (wie der Liberalismus selbst), die den Individualismus ablehnten und ihm mit neuen Formen der kollektiven Identität (konzeptuell verbunden) entgegentraten.

Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten bekämpften die Liberalen mit Klassenidentitäten und riefen die Arbeiter auf der ganzen Welt dazu auf, die Macht der weltweiten Bourgeoisie zu stürzen. Diese Strategie erwies sich als effektiv und in einigen größeren Ländern (wenn auch nicht in den industrialisierten westlichen Staaten, wie es sich Karl Marx und Friedrich Engels, die Begründer des sogenannten wissenschaftlichen Kommunismus, erhofft hatten) ereigneten sich siegreiche proletarische Revolutionen.

Parallel zum Vormarsch den Kommunisten, kam es dieses Mal in Westeuropa zu Machtergreifungen von extrem nationalistischen Kräften. Sie handelten im Namen der “Nation” oder der “Rasse” und stellten dem liberalen Individualismus mit dem “gemeinsamen, kollektiven Dasein” ein Gegenbild entgegen.

Diese neuen Gegner des Liberalismus veharrten nicht länger in der Trägheit der Vergangenheit, wie in vorhergehenden Stufen, sondern stellten modernistische Pläne dar, die im Westen selbst entwickelt worden waren. Doch sie wurden auch auf der Ablehnung des Individualismus und Nominalismus errichtet. Das wurde in aller Deutlichkeit von den Theoretikern des Liberalismus (vor allen anderen Hayek und seinem Schüler Popper) verstanden, welche die “Kommunisten” und “Faschisten” unter dem gemeinsamen Namen “Feinde der Offenen Gesellschaft” vereinten und mit ihnen einen Kampf gleichsam bis auf‘s Messer begannen.

In dem sie Sowjetrussland taktisch in Stellung brachten, war der Kapitalismus anfänglich erfolgreich darin, mit den faschistischen Regimen fertig zu werden und dies führte zum – auch ideologischen – Ergebnis des Zweiten Weltkriegs. Der darauf folgende Kalte Krieg zwischen Ost und West endete Ende der 1980er Jahre mit einem liberalen Sieg über die Kommunisten.

Folglich ging der Plan der Befreiung des Individuums von allen Formen der kollektiven Identität und damit der “ideologische Fortschritt”, so wie er von den Liberalen verstanden wurde, in eine neue Stufe über. In den 1990ern begannen liberale Theoretiker damit über das “Ende der Geschichte” (F. Fukuyama) und den “unipolaren Moment” (C. Krauthammer) zu sprechen.

Dies war ein anschaulicher Beweis für den Eintritt des Kapitalismus in seine höchste Stufe – die Stufe des Globalismus. In der Tat war dies der Zeitpunkt, an dem die Strategie des Globalismus der herrschenden Eliten der USA triumphierte – zunächst im Ersten Weltkrieg im Rahmen von Wilsons 14 Punkten dargelegt, doch erst am Ende des Kalten Krieges von beiden Parteien angenommen – diese wurde von Demokraten und Republikanern, doch hauptsächlich von den “Neokonservativen” vertreten.

Gender und Posthumanismus: Die dritte Phase

Nachdem er seinen letzten ideologischen Feind besiegt hatte, das sozialistische Lager, war der Kapitalismus an einen kritischen Punkt angelangt. Der Individualismus, der Markt, die Ideologie der Menschenrechte, die Demokratie und die westlichen Werte hatten sich im globalen Maßstab durchgesetzt. Es schien, als wäre die Agenda erfüllt worden, da sich niemand mehr dem “Individualismus” und Nominalismus ernsthaft und systematisch entgegenstellte.

In dieser Periode tritt der Kapitalismus in seine dritte Stufe ein. Bei näherem Hinschauen erkennt man, dass die Liberalen, nachdem sie ihren äußeren Feind besiegt hatten, zwei weitere Formen der kollektiven Identität entdeckten. Zunächst entdeckten sie die Genderidentität. Denn am Ende des Tages ist Gender etwas Kollektives, entweder männlich oder weiblich. Der nächste Schritt bestand also in der Zerstörung des Genders als etwas Objektiven, Wesentlichen und Unersetzbarem.

Die Genderidentität muss genauso abgeschafft werden, wie alle anderen Formen der kollektiven Identität, die zuvor abgeschafft wurden. Daher kommt die Genderpolitik, die Transformation der Kategorie Gender in etwas “Optionales”, das von der individuellen Wahl abhängt. Hier haben wir es wieder mit demselben Nominalismus zu tun: Warum doppelte Entitäten? Eine Person ist nur als Individuum eine Person, die Genderidentität kann willkürlich gewählt werden, genauso wie die Religion, der Beruf, die Nation oder die Lebensart zuvor gewählt worden sind.

Dies wurde zur Hauptagenda der liberalen Ideologie nach der Niederlage der Sowjetunion in den 1990er Jahren. Ja, äußere Feinde stellten sich der Genderpolitik in den Weg – jene Länder, die noch immer über Überbleibsel der traditionellen Gesellschaft verfügten, Familienwerte usw., genauso wie konservative Kreise im Westen selbst. Der Kampf gegen Konservative und “Homophobe”, also Verteidigern der traditionellen Sicht auf die Existenz der Geschlechter, wurde zum neuen Ziel der Anhänger des progressiven Liberalismus. Viele Linke haben sich dem angeschlossen und ihre früheren antikapitalistischen Ziele durch Genderpolitik und den Schutz der Einwanderung ersetzt.

Mit dem Erfolg der Institutionalisierung von Gendernormen und dem Erfolg der Masseneinwanderung, welche die Populationen des Westens selbst atomisieren (dies passt auch perfekt zur Ideologie der Menschenrechte, die mit dem Individuum ohne Rücksicht auf kulturelle, religiöse, nationale oder soziale Aspekte operiert) wurde offenbar, dass die Liberalen nur noch einen letzten Schritt gehen mussten – die Abschaffung des Menschen.

Denn die Menschheit ist letzten Endes auch eine kollektive Identität, was bedeutet, dass sie überwunden, abgeschafft und zerstört werden muss. Das ist genau das, was das Prinzip des Nominalismus fordert: Eine “Person” ist nur ein Name, ein leerer Windstoß, eine willkürliche und daher immer strittige Klassifizierung. Es gibt nur das Individuum – menschlich oder nicht, männlich oder weiblich, religiös oder atheistisch, das hängt alles von seiner Wahl ab.

Folglich besteht der letzte Schritt für die Liberalen, die schon seit Jahrhunderten ihrem Ziel entgegenstreben, darin, die Menschen zu ersetzten – wenn auch nur teilweise – durch Cyborgs, Netzwerke der Künstlichen Intelligenz und Produkte der Gentechnologie. Nachdem das Geschlecht optional wurde, folgt, dass auch das Menschsein nur noch optional ist.

Diese Agenda wird bereits vom Posthumanismus, Postmodernismus und spekulativen Realismus in der Philosophie überschattet und wird technologisch mit jedem Tag machbarer. Zukunftsforscher und Vertreter einer Beschleunigung des geschichtlichen Prozesses (die sogenannten Akzelerationisten) schauen mit Selbstbewusstsein in die nahe Zukunft, wenn die Künstliche Intelligenz mit menschlichen Wesen vergleichbar sein wird. Diesen Moment nennt man Singularität. Seine Ankunft wird innerhalb von 10 bis 20 Jahren erwartet.

Das letzte Gefecht der Liberalen

Das ist der Zusammenhang, in den wir Bidens betrügerischen Sieg in den USA stellen müssen. Das ist die Bedeutung des “Great Resets” und der Parole “Build Back Better”.

In den 2000ern wurden die Globalisten mit einer Reihe von Problemen konfrontiert, die ihrer Natur nach weniger ideologisch, als “zivilisatorisch” waren. Seit den späten 1990er Jahren gab es buchstäblich keine mehr oder weniger kohärente Ideologie in der Welt, die Liberalismus, Kapitalismus und Globalismus hätte herausfordern können. In unterschiedlichem Ausmaß sind diese Prinzipien von allen oder fast allen angenommen worden. Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung des Liberalismus und der Genderpolitik sowie die Abschaffung der Nationalstaaten zugunsten einer Weltregierung an mehreren Fronten aufgehalten worden.

Diesem Trend stellte sich zunehmend Putins Russland entgegen, welches Nuklearwaffen und eine historische Tradition des Widerstands gegen den Westen besaß, ebenso wie es eine Anzahl von konservativen Traditionen in der Gesellschaft bewahrt hatte.

China, obwohl es sich aktiv in der Globalisierung engagierte und liberale Reformen durchführte, ließ sich nicht dazu verleiten, diese auch in seinem politischen System anzuwenden und bewahrte die Dominanz der Kommunistischen Partei, sowie verweigerte die politische Liberalisierung. Mehr noch, unter Xi Jinping begannen nationale Trends in der chinesischen Politik zu wachsen. Peking nützte die “offene Welt” um seine eigenen nationalen und sogar zivilisatorischen Interessen zu verfolgen. Und das war nicht Teil der globalistischen Pläne.

Die islamischen Länder setzten ihren Kampf gegen die Verwestlichung durch und hielten, trotz der Blockaden und des Drucks, ihre unversöhnlich anti-westlichen und anti-liberalen Regime aufrecht (wie der schiitische Iran). Die Politik der großen sunnitischen Staaten wie der Türkei und Pakistan ist zunehmend unabhängig vom Westen geworden.

In Europa begann sich eine Welle des Populismus zu erheben, als die Unzufriedenheit der indigenen Europäer mit der Masseneinwanderung und der Genderpolitik explodierte. Europas politische Eliten blieben der globalistischen Strategie komplett untergeordnet, wie man auf dem Davosforum bei den Berichten seiner Theoretiker Schwab und Prinz Charles sehen konnte, aber die Gesellschaften selbst gerieten in Bewegung und erhoben sich manchmal sogar in direkten Aufständen gegen die Autoritäten – wie etwa im Fall der “Gelbwesten” Proteste in Frankreich. In einigen Ländern, wie etwa Italien, Deutschland und Griechenland haben es die populistischen Parteien sogar ins Parlament geschafft.

Und 2016 gelang es Donald Trump sogar, in den Vereinigten Staaten selbst zum Präsidenten zu werden, welcher die globalistische Ideologie, ihre Praktiken und Ziele einer harschen Kritik unterzog. Dabei wurde er von der Hälfte der Amerikaner unterstützt.

All diese anti-globalistischen Tendenzen trugen in den Augen der Globalisten zu einem unheilvollen Bild bei: Die Geschichte der letzten Jahrhunderte mit ihrem scheinbar ungebrochenen Fortschritt der Nominalisten und Liberalen wurde in Frage gestellt. Dabei handelte es sich nicht nur einfach um eine Katastrophe von diesem oder jenem politischen Regime. Es stellte den Liberalismus als solchen in Frage und prophezeite ihm sein Ende.

Sogar die Theoretiker des Globalismus selbst ahnten, das etwas schief lief. Fukuyama zum Beispiel gab seine These vom “Ende der Geschichte” auf und schlug vor, dass die Nationalstaaten unter der Herrschaft der liberalen Eliten verbleiben sollten, um die Massen auf die Transformation in die Post-Menschheit mit der Unterstützung rigider Maßnahmen besser vorzubereiten. Ein anderer Globalist, Charles Krauthammer, erklärte den “unipolaren Moment” für beendet und dass es den globalistischen Eliten nicht gelungen wäre, diesen zu ihrem Vorteil zu nützen.

Das ist genau die Panik und fast genau der hysterische Zustand, in dem sich die Vertreter der globalistischen Elite in den letzten vier Jahren befunden haben. Und aus diesem Grund war die Entfernung von Trump als dem Präsidenten der Vereinigten Staaten für sie eine Frage von Leben und Tod. Wäre Trump im Amt geblieben, wäre der Kollaps der globalistischen Strategie nicht mehr zu verhindern gewesen.

Aber Biden war erfolgreich darin, Trump von der Macht zu vertreiben und dessen Unterstützer zu dämonisieren – auf Biegen und Brechen. Genau hier kommt der Great Reset ins Spiel. Er bietet nichts Neues – vielmehr handelt es sich bei ihm eine Fortsetzung des Hauptvektors der westeuropäischen Zivilisation in Richtung Fortschritt, interpretiert im Geist der liberalen Ideologie und der nominalistischen Philosophie. Nicht viel bleibt davon übrig: Der Plan, die Individuen von den letzten Formen der kollektiven Identität zu befreien – um die Abschaffung der Genderidentität und den Schritt hin zum post-humanistischen Paradigma abzuschließen.

Fortschritte in der Hochtechnologie, und der Integration der Gesellschaften in soziale Netzwerke werden von den liberalen Eliten aufs Schärfste kontrolliert, wie sich nun zeigt und die Verbesserung von Mitteln zur Verfolgung und Beeinflussung der Massen bringt die globalen liberalen Eliten ihrem Ziel zum Greifen nahe.

Um aber den entscheidenden Wurf zu landen, müssen sie in einen beschleunigten Modus übergehen (und dürfen nicht länger darauf achten, wie dieser auf Außenstehende wirkt) um rasch den Weg für die Beendigung der Geschichte freizumachen. Und das Hinwegfegen Trumps stellt das Signal für den Angriff auf alle anderen Hindernisse dar.

Wir haben also unseren Platz auf der Skala der Geschichte bestimmt. Indem wir dies getan haben, haben wir ein vollständigeres Bild davon erhalten, worum es beim Great Reset geht. Er ist nicht weniger als der Beginn der “letzten Schlacht”. Die Globalisten wirken auf sich selbst in ihrem Kampf für den Nominalismus, Liberalismus, die individuelle Befreiung und Zivilgesellschaft als “Krieger des Lichts”, bringen den Fortschritt, die Befreiung von Jahrtausenden des Vorurteils und neue Möglichkeiten – vielleicht sogar physische Unsterblichkeit und die Wunder der Gentechnik zu den Massen.

Alle die sich dem entgegenstellen sind in ihren Augen “Kräfte der Dunkelheit”. Und dieser Logik zu Folge müssen die “Feinde der Offenen Gesellschaft” mit besonderer Härte bestraft werden. “Wenn der Feind nicht kapituliert, wird er zerstört werden.” Dieser Feind ist jedermann, der den Liberalismus, den Globalismus, den Individualismus und den Nominalismus in all ihren Facetten in Frage stellt. Das ist die neue Ethik des Liberalismus. Das darf man nicht persönlich nehmen. Jeder hat das Recht, liberal zu sein, aber niemand hat das Recht dazu, etwas anderes als liberal zu sein.

Das Schisma in den USA: Der Trumpismus und seine Feinde.

Der Feind im Inneren

In einem engeren Zusammenhang als dem Rahmen der allgemeinen Geschichte des Liberalismus von Ockham bis Biden hat Trumps Sieg im Kampf in der Schlacht um das Weiße Haus im Winter 2020 – 2021, so unglaublich schmerzhaft er für die Demokraten als solcher war, auch eine enorme ideologische Bedeutung. Das hat hauptsächlich mit den Prozessen zu tun, die sich innerhalb der amerikanischen Gesellschaft entfalten.

Es ist eine Tatsache, dass der globale Liberalismus nach dem Fall der Sowjetunion und dem Anbruch des “unipolaren Moments” in den 1990er Jahren keine äußeren Gegner mehr hatte. Zumindest schien es so im Zusammenhang der optimistischen Erwartung des “Endes der Geschichte”. Obwohl sich solche Vorhersagen als verfrüht erwiesen haben, hat sich Fukuyama nicht einfach gefragt, ob die Zukunft angekommen ist, er folgte einfach nur streng der eigentlichen Logik der liberalen Interpretation der Geschichte und daher war seine Analyse im Allgemeinen richtig, gepaart mit einigen Anpassungen.

In der Tat wurden die Normen der liberalen Demokratie – der Markt, Wahlen, Kapitalismus, die Anerkennung der “Menschenrechte”, die Normen der “Zivilgesellschaft”, die Übernahme technokratischer Transformationen und ein Streben nach der Entwicklung und Implementierung der Hochtechnologie – gewissermaßen in der gesamten Menschheit etabliert. Wenn einige dem in ihrer Aversion gegenüber der Globalisierung widerstanden, kann man dies als bloße Regungslosigkeit ansehen, als Unwilligkeit, mit dem liberalen Fortschritt gesegnet zu werden.

Anders gesagt war das keine ideologische Gegnerschaft im eigentlichen Sinne, sondern eine unglückliche Belästigung. Zivilisatorische Unterschiede würden schrittweise ausradiert werden. Die Übernahme des Kapitalismus durch China, Russland und die islamische Welt würde früher oder später den Prozess der politischen Demokratisierung, der Schwächung der nationalen Souveränität mit einschließen und eventuell zur Institution eines planetaren Systems, einer Weltregierung führen. Das war keine Frage des ideologischen Kampfes, sondern nur eine Frage der Zeit.

In diesem Zusammenhang setzten die Globalisten weitere Maßnahmen, um ihr Grundprogramm der Abschaffung aller übrig gebliebenen Formen der kollektiven Identität voranzubringen. Dies betraf hauptsächlich die Genderpolitik ebenso wie die Intensivierung der Migrationsflüsse, die man erzeugte, um die kulturelle Identität der westlichen Gesellschaften selbst zu untergraben, die europäischen und amerikanischen Gesellschaften mit eingeschlossen. Folglich fügte die Globalisierung dem Westen selbst den größten Schlag zu.

In diesem Zusammenhang begann ein “Feind im Inneren” im Westen selbst zu entstehen. Dieser umfasst alle Kräfte, die die Zerstörung der sexuellen Identität, die Zerstörung der Überreste der kulturellen Tradition (durch Einwanderung) und die Schwächung der Mittelklasse verabscheuten. Die post-humanistischen Horizonte der drohenden Singularität und der Ersetzung der Menschen durch Künstliche Intelligenz wurden auch immer beunruhigender. Und auf einer philosophischen Ebene akzeptierten nicht alle Intellektuellen die paradoxen Schlussfolgerungen der Postmoderne und des spekulativen Realismus.

Weiters gab es einen eindeutigen Widerspruch zwischen den westlichen Massen, die im Zusammenhang der alten Normen der Moderne lebten und den globalistischen Eliten, die um jeden Preis danach trachteten, den sozialen, kulturellen und technologischen Fortschritt zu beschleunigen, so wie man ihn aus liberaler Sicht versteht. Folglich begann ein neuer ideologischer Dualismus Form anzunehmen, nur dieses Mal eher innerhalb des Westens als außerhalb von ihm. Die Feinde der “Offenen Gesellschaft” begannen nun in der westlichen Gesellschaft selbst aufzutauchen. Bei ihnen handelte es sich um jene, welche die jüngsten Ziele der Liberalen zurückwiesen und welche Genderpolitik, Masseneinwanderung und Abschaffung der Nationalstaaten sowie der Souveränität nicht akzeptierten.

Gleichzeitig zog jedoch dieser wachsende Widerstand, den man allgemein als “Populismus” bezeichnete (oder auch “Rechtspopulismus”, dieselbe liberale Ideologie an – Kapitalismus und liberale Demokratie – interpretierte diese “Werte” und “Maßstäbe” jedoch eher in einem alten als in einem neuen Sinn).

Die Freiheit wurde hier als Freiheit angesehen, jede Meinung zu vertreten, nicht nur die, welche mit den Normen der politischen Korrektheit übereinstimmt. Die Demokratie wurde als Herrschaft der Mehrheit interpretiert. Die Freiheit das Geschlecht zu wechseln wurde mit der Freiheit, den Familienwerten treu zu bleiben kombiniert. Die Bereitschaft, Einwanderer aufzunehmen, welche ihren Wunsch und ihre Fähigkeit zur Integration in die westlichen Gesellschaften ausdrückten, wurde scharf von der pauschalen Aufnahme aller ohne Unterschied, begleitet von einer ununterbrochenen Entschuldigung an die Neuankömmlinge für die eigenen koloniale Vergangenheit, unterschieden.

Schritt für Schritt nahm der “innere Feind” der Globalisten immer bedrohlichere Züge und größeren Einfluss an. Die alte Demokratie forderte die neue heraus.

Trump und der Aufstand der Erbärmlichen

Dies gipfelte im Sieg Trumps 2016. Trump baute seine Kampagne auf dieser Spaltung der amerikanischen Gesellschaft auf. Der globalistische Kandidat Hillary Clinton nannte Trumps Unterstützer rücksichtslos den “inneren Feind”, “die Überflüssigen”, was man wirklich als “erbärmlich” und “bedauerlich” bezeichnen muss. Die “Überflüssigen” antworteten, indem sie Trump wählten.

Folglich wurde die Spaltung innerhalb der liberalen Demokratie zu einer ernsten politischen und ideologischen Tatsache. Jene welche die Demokratie auf die “alte Art” interpretierten (als Herrschaft der Mehrheit) rebellierten nicht nur gegen die neue Interpretation (als Minderheitenherrschaft gegen die Mehrheit, die eine populistische Haltung einnahm, behaftet mit… genau, Sie haben es erraten, “Faschismus” oder “Stalinismus”), aber es gelang ihnen zu siegen und ihren Kandidaten ins Weiße Haus zu bringen.

Trump für seinen Teil erklärte seine Absicht “den Sumpf trockenzulegen” und das bedeutet den Liberalismus in seiner globalistischen Ausformung ad acta zu legen und “Amerika wieder groß zu machen”. Achten Sie auf das Wort “wieder”. Trump wollte zur Ära der Nationalstaaten zurückkehren und eine Serie von Maßnahmen gegen den gegenwärtigen Verlauf der Geschichte (so wie sie von den Liberalen verstanden wurde) unternehmen. Anders ausgedrückt wurde “die gute alte Welt von damals” der “globalistischen Welt von heute” und der “post-humanistischen Welt von morgen” entgegengesetzt.

Die folgenden vier Jahre wurden zu einem richtigen Alptraum für die Globalisten. Die von ihnen beherrschten Medien beschuldigten Trump jedweder Schandtat – der “Arbeit für die Russen” eingeschlossen, weil auch die “Russen” sich aus dieser Sicht der “Schönen neuen Welt” widersetzten und supranationale Institutionen sabotierten – bis hin zu jener der Weltregierung – und Schwulenparaden verhinderten.

Alle Feinde der liberalen Globalisierung wurden logischerweise zusammengefasst und dies umfasste nicht nur Putin, Xi Jinping und einige islamische Führer, sondern – stellen Sie sich das vor! – den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, der Nummer Eins der “Freien Welt”. Das war eine Katastrophe für die Globalisten. Bis Trump abgesetzt wurde – mittels Farbrevolutionen, inszenierten Aufständen, gefälschten Stimmzetteln und Stimmzählmethoden, welche man zuvor nur gegen andere Länder und Regime eingesetzt hatte – waren sie nicht dazu in der Lage, sich wohl zu fühlen.

Erst nachdem die Globalisten das Weiße Haus erneut übernommen hatten, kamen sie wieder zu Sinnen. Und sie machten so weiter wie… bisher. Aber in ihrem Fall bedeutete “bisher” (wiederaufbauen) die Rückkehr zum “unipolaren Moment” – der Zeit vor Trump.

Der Trumpismus

Trump hat die Welle des Populismus 2016 geritten, wie es keinem anderem europäischen Führer gelungen war. Trump wurde zu einem Symbol der Opposition gegen die liberale Globalisierung. Ja, es war keine alternative Ideologie, sondern bloß ein verzweifelter Widerstand gegen die jüngsten Schlussfolgerungen die man aus der Logik und sogar der Metaphysik des Liberalismus (und des Nominalismus) gezogen hatte. Trump hat nicht im Geringsten den Kapitalismus und die Demokratie herausgefordert, sondern nur die Formen, welche sie in der jüngsten Phase ihrer graduellen und konsequenten Umsetzung angenommen hatten. Aber sogar das war ausreichend, um eine ernsthafte Spaltung der amerikanischen Gesellschaft zu markieren.

Genau auf diese Art nahm das Phänomen des “Trumpismus” Form an und übertraf in vielerlei Hinsicht die Ausmaße von Donald Trumps eigener Persönlichkeit. Trump ritt die Protestwelle der Anti-Globalisierung. Aber es ist klar, dass er niemals eine ideologische Figur war, noch heute eine solche ist. Und dennoch begann sich um ihn herum dieser Oppositionsblock zu bilden. Die amerikanische Autorin Ann Coulter, Autorin des Buches In Trump we Trust hat seitdem ihr Kredo in “in Trumpism we trust” umformuliert.

Nicht Trump selbst, sondern eher seine Opposition gegen die Globalisten wurde zum Kern des Trumpismus. In seiner Rolle als Präsident wurde Trump selbst nicht immer der von ihm selbst formulierten Aufgabe gerecht. Und vor allem war er nicht dazu in der Lage, irgendetwas zu erreichen, was dem “Austrocknen des Sumpfes” und der Vernichtung des Globalismus nahe kam. Und dennoch rückte er ins Zentrum der Aufmerksamkeit all derer, die sich der Gefahr bewusst waren oder sie zumindest erahnten, die von den globalistischen Eliten und den Vertretern der Big Finance und Big Tech ausging, die nicht voneinander trennbar sind.

Folglich begann der Kern des Trumpismus Form anzunehmen. Der amerikanische konservative Intellektuelle Steve Bannon spielte eine wichtige Rolle in diesem Prozess und mobilsierte breite Schichten Jugendlicher und verschiedenartige Konservative Bewegungen zur Unterstützung von Trump. Bannon selbst wurde von ernsthaften anti-modernen Autoren wie Julius Evola inspiriert und seine Gegenerschaft zu Globalismus und Liberalismus hatte daher tiefere Wurzeln.

Eine wichtige Rolle innerhalb des Trumpismus wurde von den konsequenten Paläo-Konservativen gespielt – Isolationisten und Nationalisten – etwa von Buchanan, Ron Paul, aber auch Anhängern der anti-liberalen und anti-modernen Philosophie (dementsprechend handelt es sich hier um fundamentale Anti-Globalisten) wie Richard Weaver und Russell Kirk welche durch die Neokonservativen seit den 1980er Jahren marginalisiert worden waren (den Globalisten von rechts).

Die Rolle der Triebfeder hinter der Massenmobilsierung der “Trumpisten” fiel dem Netzwerk Qanon zu, welches seine Kritik des Liberalismus, der Demokraten und der Globalisten in Form von Verschwörungstheorien formulierte. Sie verbreiteten einen Schall von Anschuldigungen und Denunziationen der Globalisten, dass diese in Sexskandale, Pädophilie, Korruption und Satanismus verwickelt wären.

Die wahren Intentionen der sinisteren Natur der liberalen Ideologie – die in den jüngsten Phasen ihrer triumphalen Verbreitung über die Menschheit hinweg offen gelegt wurden – wurden von den Qanonunterstützern auf der Ebene der durchschnittlichen Amerikaner und des Massenbewusstseins formuliert, welche kaum einer philosophischen und ideologischen Tiefenanalyse zugeneigt sind. Parallel dazu weitete Qanon seinen Einfluss aus, verlieh dabei aber auch der anti-liberalen Kritik groteske Züge.

Es waren die Qanonunterstützer, welche die Proteste am 6. Jänner als Avantgarde des Massenverschwörungspopulismus anführten, als die von der gestohlenen Wahl in Wut geratenen Trumpunterstützer das Kapitol stürmten. Sie haben kein einziges Ziel erreicht und dafür Biden und den Demokraten einen Vorwand geliefert, um den “Trumpismus” und alle Gegner des Globalismus noch stärker zu dämonisieren sowie jeden Konservativen als “Extremisten” zu brandmarken. Es folgte eine Welle von Verhaftungen und die konsequentesten “Neuen Demokraten” schlugen vor, den Trumpunterstützern alle sozialen Menschenrechte zu nehmen, die Möglichkeit Flugtickets zu kaufen mit eingeschlossen.

Seitdem die sozialen Medien regelmäßig von den Unterstützern der liberalen Elite überwacht werden, stellt das Sammeln von Informationen über fast jeden US-Bürger und seine politischen Präferenzen kein Problem dar. Also bedeutet Bidens Einzug ins Weiße Haus, dass der Liberalismus offen totalitäre Züge angenommen hat.

Von nun an werden Trumpismus, Populismus, die Verteidigung von Familienwerten und jedes Fünkchen Konservatismus oder des Nichteinverständnisses mit den Lehren des globalistischen Liberalismus in den USA bald fast einem Verbrechen Gleichkommen – nämlich der sogenannten “Hassrede” und des “Faschismus”.

Dennoch verschwand der Trumpismus nicht mit dem Sieg Bidens. Auf die eine oder andere Art stehen noch immer diejenigen hinter ihm, die bei den letzten Wahlen ihre Stimme für Trump abgegeben haben und das sind mehr als 70.000.000 Wähler.

Es ist also klar, dass der “Trumpismus” keineswegs mit Trump endet. Vielmehr hat sich die Hälfte der US-Bevölkerung in einer Position der radikalen Opposition wiedergefunden und die konsequentesten Trumpisten stellen den Kern des anti-globalistischen Untergrunds inmitten der Zitadelle des Globalismus selbst dar.

Etwas ähnliches passiert in den europäischen Ländern, wo die populistischen Bewegungen und Parteien sich zunehmend bewusst werden, dass sie Dissidenten sind, denen man alle Rechte genommen hat und die zum Opfer der ideologischen Verfolgung unter der offenen Diktatur der Globalisten geworden sind.

Ganz gleich wie sehr die Globalisten, die die Macht in den USA zurückerobert haben, die vergangenen vier Jahre als ein “unglückliches Missverständnis” präsentieren und ihren Sieg als endgültige “Rückkehr zur Normalität” darstellen wollen, das objektive Bild stellt sich ganz anders dar, als der beruhigende Zauber der globalistischen Oberschicht es uns weismachen will. Nicht nur die Länder mit einer anderen zivilisatorischen Identität mobilisieren dagegen und gegen diese Ideologie, sondern dieses Mal ist es auch die Hälfte der eigenen Bevölkerung, die Stück für Stück die Ernsthaftigkeit der Situation begreift und damit beginnt, nach einer ideologischen Alternative zu suchen.

Das sind die Bedingungen unter denen Biden zum Oberhaupt der Vereinigten Staaten geworden ist. Amerikas Erde selbst brennt unter den Füßen der Globalisten. Und dies gibt der Situation der “letzten Schlacht” eine weitere, besondere Dimension. Bei ihr handelt es sich nicht um einen Kampf zwischen Westen und Osten, nicht zwischen den USA und der NATO gegen alle anderen, sondern um eine Schlacht der Liberalen gegen die Menschheit – und das schließt auch jenen Teil der Menschheit mit ein, der sich selbst auf dem Territorium des Westens befindet, der sich jedoch immer mehr von den globalistischen Eliten wegbewegt. Daraus ergibt sich die Ausgangslage dieser Schlacht.

Individuum und Dividuum

Ein weiterer wesentlicher Punkt muss klargestellt werden. Wir haben die gesamte Geschichte des Liberalismus als die fortschreitende Befreiung des Individuums von allen Formen der kollektiven Identität betrachtet. Der Schlussakkord in diesem Prozess der logisch perfekten Implementierung des Nominalismus wird im Übergang zum Posthumanismus und der wahrscheinlichen Ersetzung der Menschheit durch eine andere – dieses Mal post-menschliche – Maschinenzivilisation bestehen. Das ist es, wohin ein konsistenter Individualismus absolut genommen hinführt.

Aber hier gelangt die liberale Philosophie zu einem grundlegenden Paradoxon. Die Befreiung des Individuums von seiner menschlichen Identität, auf die es von der Genderpolitik vorbereitet wird, indem diese das menschliche Wesen bewusst und zielstrebig in ein pervertiertes Monster verwandelt, kann nicht garantieren, dass dieses neue – progressive! – Wesen ein Individuum bleiben wird.

Vielmehr weist die Entwicklung der Computernetzwerktechnologien, der Gentechnik und der objekt-orientierten Ontologie selbst, welche den Kulminationspunkt der Postmoderne darstellt, klar hin zur Tatsache, dass das “neue Sein” nicht so sehr ein “Tier” sein wird, sondern eine “Maschine”. Das im Hinterkopf behalten ist es wahrscheinlich, dass die “Unsterblichkeit” in Form einer künstlichen Erhaltung von persönlichen Erinnerungen (welche ziemlich einfach zu simulieren sind) angeboten werden wird.

Folglich wird das Individuum der Zukunft, als Erfüllung des gesamten Programms des Liberalismus, nicht dazu in der Lage sein, das eigentliche Ziel des liberalen Fortschritts zu garantieren, damit ist seine Individualität gemeint. Das liberale Sein der Zukunft, auch in der Theorie, ist keinesfalls “Individuum”, etwas “Unteilbares”, sondern ein “Dividuum”, also etwas „Teilbares“, das aus austauschbaren Teilen besteht. Genau das ist die Maschine – sie besteht aus einer Kombination von Teilen.

In der theoretischen Physik hat schon lange ein Übergang von der Theorie der “Atome” (also “unteilbaren Einheiten der Materie”) zur Theorie der Partikel stattgefunden, die man nicht als “Teile von etwas Ganzem” denkt, sondern als “Teile ohne ein Ganzes” begreift. Das Individuum als ein Ganzes löst sich auch in Einzelteile auf, die neu zusammengesetzt werden können, man kann sie aber auch nicht zusammensetzen und stattdessen als Biokonstruktor verwenden. Daraus ergeben sich die Figuren der Mutanten, Chimären, Monster die zuhauf in der modernen Fiktion vorkommen und die am raffiniertesten ausgemalten (und folglich in einem gewissen Sinne vorhergesehen und sogar geplanten) Versionen der Zukunft ausmachen.

Die Postmodernisten und spekulativen Realisten haben bereits den Boden für den Vorschlag vorbereitet, den menschlichen Körper durch etwas Ganzes mit der Idee des “Parlaments der Organe” (B. Latour) zu ersetzen. Auf diese Art würde das Individuum – sogar als biologische Einheit – zu etwas anderem werden und genau in dem Moment mutieren, indem es seine absolute Verkörperung erreicht.

Der menschliche Fortschritt endet in der liberalen Interpretation unausweichlich mit der Abschaffung der Menschheit.

Das ist es, was all jene, die den Kampf gegen den Globalismus und Liberalismus aufnehmen, vermuten, wenn auch sehr vage. Obwohl Qanon und seine anti-liberalen Verschwörungstheorien nur die Realität verzerren, indem sie ihr suspekte und groteske Eigenschaften zuschreiben, wobei die Realität, wenn man sie nüchtern und objektiv beschreibt, viel erschreckender und alarmierender ist, als ihre alarmierendsten und monströsesten Vorahnungen.

Der “Great Reset” stellt in der Tat einen Plan zur Auslöschung der Menschheit dar. Genau daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, wohin die Linie des liberal verstandenen “Fortschritts” führt: Das Streben danach, das Individuum von allen Formen der kollektiven Identität zu befreien kann nicht daran scheitern, dass Individuum von sich selbst zu befreien.

Das Great Awakening

Das Great Awakening: Ein Schrei durchdringt die Nacht

Wir nähern uns einer These, die das genaue Gegenteil des “Great Resets” darstellt: Der These vom “Great Awakening”.

Diese Parole wurde zuerst von amerikanischen Anti-Globalisten formuliert, wie dem Gastgeber des alternativen Fernsehkanals Infowars, Alex Jones, der unter die Zensur und das De-Platforming von den sozialen Netzwerken der Globalisten in der ersten Phase der Trump-Präsidentschaft fiel sowie Qanon-Aktivisten. Es ist wichtig, dass das in den USA passiert, wo ein Groll zwischen den globalistischen Eliten und den Populisten herrscht, welche einen eigenen Präsidenten hatten, wenn auch nur vier Jahre lang und auf der Stelle treten aufgrund administrativer Hindernisse und den Begrenzungen ihres eigenen ideologischen Horizonts.

Befreit von ernsthaftem ideologischem und philosophischem Gepäck, waren die Anti-Globalisten in der Lage, das Wesen der wichtigsten Prozesse, die sich in der modernen Welt entfalten, zu erfassen. Der Liberalismus und der Great Reset sind Ausdrücke der Entschlossenheit der liberalen Eliten, ihre Pläne mit allen Mitteln bis zum Ende zu verfolgen, eine offene Diktatur miteingeschlossen, ebenso wie großflächige Repression und umfassende Desinformationskampagnen, doch dabei sind sie auf einen wachsenden und zunehmend bewussten Widerstand getroffen.

Alex Jones beendet seine Sendungen immer mit dem gleichen Schlachtruf – “Ihr seid der Widerstand!” In diesem Fall haben Alex Jones selbst oder die Aktivisten von Qanon nicht streng definierte Weltanschauungen. Insofern sind sie Vertreter der Massen, derselben “Überflüssigen”, die so schmerzhaft von Hillary Clinton erniedrigt worden sind. Was nun erwacht, ist nicht ein Lager ideologischer Gegner des Liberalismus, der Feinde des Kapitalismus oder ideologischer Gegner der Demokratie. Sie sind nicht einmal Konservative. Sie sind einfach Menschen – Menschen als solche, die gewöhnlichsten und einfachsten. Aber… Menschen die menschlich bleiben wollen, die ihre Freiheit haben und behalten wollen, ihre Geschlechtsidentität, ihre Kultur, ihr Leben, die konkreten Bande zu ihrer Heimat, zur Welt um sie herum, zum Volk.

Beim Great Awakening geht es nicht um die Eliten und Intellektuellen, sondern um das Volk, die Massen, aber auch die Menschen an sich. Und bei dem betreffenden Erwachen geht es nicht um eine ideologische Analyse. Es ist eine spontane Reaktion der Massen, die kaum philosophisch gebildet sind, denen plötzlich klar wird, wie dem Vieh vor dem Schlachthaus, dass sein Schicksal bereits von seinen Herrschern entschieden wurde und dass es in der Zukunft keinen Platz mehr für die Völker gibt.

Das Great Awakening ist spontan, größtenteils unbewusst, intuitiv und blind. Es ist keineswegs eine Ausdrucksmöglichkeit für Bewusstsein, für eine Schlussfolgerung, für eine tiefe historische Analyse. Wie wir im Videomaterial zu den Ereignissen auf dem Kapitol gesehen haben, haben die Aktivisten Trumps und Anhänger von Qanon wie Figuren aus einem Comic oder Marvel-Superhelden ausgesehen. Die Verschwörung ist die Kinderkrankheit der Anti-Globalisierung. Andererseits haben wir es hier mit dem Beginn eines grundlegenden historischen Prozesses zu tun. Auf diese Art beginnt der Widerstandspol gegen diesen Verlauf der Geschichte im liberalen Sinn zu entstehen.

Aus diesem Grund darf die These des Great Awakening nicht übereilt mit ideologischen Details, entweder fundamentalen Konservatismus (inklusive religiösem Konservatismus), Traditionalismus, der marxistischen Kritik des Kaptitals oder anarchistischem Protest um des Protestes Willens aufgeladen werden. Das Great Awakening ist etwas Organischeres, Spontaneres und gleichzeitig Tektonisches. Auf diese Art wird die Menschheit plötzlich vom Bewusstsein von der Nähe ihres baldigen Endes erleuchtet.

Und aus diesem Grund ist das Great Awakening so ernst. Aus diesem Grund kommt es aus dem Inneren der Vereinigten Staaten, der Zivilisation, in der die Dämmerung des Liberalismus am deutlichsten ausgeprägt ist. Es ist ein Schrei aus dem Zentrum der Hölle selbst, aus einer Zone, in der die schwarze Zukunft bereits teilweise angekommen ist.

Das Great Awakening ist die spontane Antwort der menschlichen Massen auf den Great Reset. Natürlich kann man skeptisch sein. Die liberalen Eliten kontrollieren gerade in unserer Gegenwart alle wichtigen zivilisatorischen Prozesse. Sie kontrollieren die Weltfinanzen und können mit ihnen alles tun, von der unbegrenzten Vergabe von Geld bis hin zu jedweder Manipulation der finanziellen Instrumente und Strukturen. In ihren Händen befindet sich die gesamte US-Militärmaschinerie und die Verwaltung der NATO-Verbündeten. Biden verspricht Washingtons Einfluss in dieser Struktur zu verstärken, die in den vergangenen Jahren fast zerfallen ist.

Fast alle High Tech-Giganten sind den Liberalen untergeordnet – Computer, iPhones, Server, Telefone und soziale Netzwerke werden von ein paar wenigen Monopolisten streng kontrolliert, die alle Mitglieder des Globalistenklubs sind. Das bedeutet, das Big Data und damit die gesamte Sammlung von Information über buchstäblich die gesamte Weltbevölkerung einen Besitzer und Meister hat.

Technologie, wissenschaftliche Zentren, globale Bildung, Kultur, Medien, Medizin und soziale Dienste befinden sich alle in ihren Händen.

Die Liberalen in den Regierungen und Machtzirkeln sind die organischen Bestandteile dieser planetaren Netzwerke, die alle dieselben Hauptquartiere haben.

Die Nachrichtendienste der westlichen Länder und ihre Agenten in anderen Regimen arbeiten für die Globalisten, entweder weil sie rekrutiert oder bestochen worden sind, dazu gezwungen wurden zu kooperieren oder als Freiwillige.

Man fragt sich: Wie können in dieser Lage die Unterstützer des “Great Awakening” gegen den Globalismus rebellieren? Wie – ohne über irgendwelche Ressourcen zu verfügen – können sie effektiv die globale Elite bekämpfen? Welche Waffen sollen sie verwenden? Welcher Strategie verfolgen? Und darüber hinaus, welcher Ideologie sollen sie folgen? Denn die Liberalen und Globalisten auf der Welt sind vereint und haben eine einheitliche und gemeinsame Idee, ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Linie, während ihre Gegner zerstreut sind, nicht nur in verschiedene Gesellschaften, sondern auch innerhalb ein und derselben Gesellschaft sind sie gespalten.

Natürlich werden diese Widersprüche in den Reihen der Opposition von den herrschenden Eliten weiter verstärkt, welche daran gewöhnt sind, die Menschen zu spalten, um sie zu kontrollieren. Muslime werden gegen Christen in den Kampf geschickt, Linke gegen Rechte, Europäer gegen Russen oder Chinesen usw.

Aber das Great Awakening passiert nicht wegen, sondern trotz alledem. Die Menschheit selbst, der Mensch als eidos, der Mensch als Gemeiner, der Mensch als kollektive Identität und in allen diesen Formen zugleich, organisch und künstlich, historisch und innovativ, östlich und westlich, rebelliert er gegen die Liberalen.

Das Great Awakening ist nur der Anfang. Es hat noch nicht begonnen. Aber die Tatsache, dass dieser Name im eigentlichen Epizentrum der ideologischen und geschichtlichen Transformationen, in den Vereinigten Staaten, aufgetaucht ist und sich gegen den Hintergrund von Trumps dramatischer Niederlage richtet, die verzweifelte Übernahme des Kapitols und die anwachsende Welle der liberalen Repression, da die Globalisten nicht länger die totalitäre Natur sowohl ihrer Theorie als auch ihrer Praxis verstecken, ist von großer (vielleicht entscheidender) Wichtigkeit.

Das Great Awakening richtet sich gegen den “Great Reset” und stellt den Aufstand der Menschheit gegen die herrschenden liberalen Eliten dar. Mehr noch, es ist der Aufstand des Menschen gegen einen uralten Feind, den Feind der Menschheit selbst.

Wenn es jemanden gibt, der das “Great Awakening” proklamiert, so naiv wie diese Formel auch klingen mag, bedeutet das bereits, das nicht alles verloren ist, das ein Körnchen des Widerstands in den Massen heranwächst und das sie mit der Mobilisierung beginnen. Von diesem Moment an beginnt die Geschichte eines weltweiten Aufstands, eines Aufstands gegen den Great Reset und seine Anhänger.

Das Great Awakening ist ein Geistesblitz an der Schwelle zur Singularität. Es ist die letzte Gelegenheit, eine andere Entscheidung über den Inhalt und die Richtung der Zukunft zu treffen. Die komplette Ersetzung des Menschen durch neue Entitäten, neue Gottheiten kann nicht einfach von einer Kraft von oben aufgezwungen werden. Die Eliten müssen die Menschheit verführen und von ihr eine – wenn auch vage – Zustimmung erhalten. Das Great Awakening ruft zu einem entscheidenden “Nein!” auf.

Dabei handelt es sich nicht um ein Ende des Kriegs, noch um den Krieg selbst. Dieser hat vielmehr noch gar nicht begonnen. Aber es besteht die Möglichkeit eines solchen Anfangs. Eines neuen Anfangs in der Geschichte des Menschen.

Natürlich ist das Great Awakening vollkommen unvorbereitet.

Wie wir gesehen haben, sind in den USA selbst die Gegner des Liberalismus, sowohl in Form von Trump als auch seiner Anhänger, dazu bereit, die letzte Stufe der liberalen Demokratie zurückzuweisen, aber sie denken nicht einmal im Geringsten über eine ausformulierte Kritik des Kapitalismus nach. Sie verteidigen das Gestern und das Heute gegen ein sich drohend abzeichnendes Morgen. Ihnen mangelt es jedoch an einem ausgereiften ideologischen Horizont. Sie versuchen die vorherige Stufe derselben liberalen Demokratie, desselben Kapitalismus vor seinen späteren und entwickelteren Stufen zu retten. Und das birgt in sich selbst einen Widerspruch.

Die gegenwärtige Linke ist ebenfalls in ihrer Kritik des Kapitalismus eingeschränkt, weil sie ein materialistisches Verständnis der Geschichte teilt (Marx stimmte der Notwendigkeit eines weltweiten Kapitalismus zu, da er auf seine Überwindung durch das weltweite Proletariat hoffte) und weil die sozialistischen und kommunistischen Bewegungen erst vor kurzem von Liberalen übernommen und umorientiert wurden, weg von der Führung des Klassenkampfes gegen den Kapitalismus, hin zum Schutz der Migranten, sexuellen Minderheiten und dem Kampf gegen imaginäre “Faschisten”.

Die Rechte andererseits wird durch ihre Nationalstaaten und Kulturen beengt, wodurch sie nicht erkennt, dass sich die Völker der anderen Zivilisationen in derselben verzweifelten Situation wiederfinden. Die bürgerlichen Nationen, die bei Anbruch der Moderne erschienen, stellen ein Überbleibsel der bourgeoisen Zivilisation dar. Diese Zivilisation zerstört und beseitigt heute, was sie gestern selbst hervorgebracht hat und nützt in der Zwischenzeit alle Begrenzungen der nationalen Identität, um die Menschheit in einem fragmentierten und sich gegenseitig bekämpfenden Zustand zu halten, wodurch sie davon abgebracht wird, die Globalisten zu bekämpfen.

Daher finden wir dort das Great Awakening vor, aber es hat noch keine ideologische Basis. Wenn es wirklich ein geschichtliches Phänomen ist und kein kurzlebiges und rein peripheres Phänomen, dann braucht es einfach eine Grundlage – eine die über die existierenden politischen Ideologien hinausreicht, die während der Moderne im Westen selbst entstanden sind. Würden wir uns zu einen von ihnen hinwenden würde das automatisch bedeuten, dass wir uns in der ideologischen Gefangenschaft der Kapitalbildung wiederfinden.

Wenn wir also nach einer Plattform für das Great Awakening suchen, dass in den USA ausgebrochen ist, dann müssen wir über die amerikanische Gesellschaft und die eher kurze amerikanische Geschichte hinausschauen und uns bei den anderen Zivilisationen, jenseits aller nicht-liberalen Ideologien europäischer Provenienz, nach Inspiration umschauen. Aber auch das ist nicht ausreichend, denn neben der Dekonstruktion des Liberalismus müssen wir bei den verschiedenen Zivilisationen der Menschheit nach Unterstützung suchen, weit außerhalb des erschöpften Westens; von dem die eigentliche Bedrohung ausgeht und wo – genauer gesagt in Davos in der Schweiz! – der “Great Reset” verkündet wurde.

Die Internationale der Nationen gegen die Internationale der Eliten

Der “Great Reset” strebt danach, die Welt wieder unipolar zu machen, um sie in Richtung einer globalistischen Apolarität zu bewegen, in der die Eliten komplett international werden und ihr Wohnsitz über den ganzen Globus verstreut sein wird. Das ist der Grund, warum der Globalismus zum Ende der USA als einem Land, einem Staat und einer Gesellschaft führen wird. Das ist es was die Trumpisten und Unterstützer des Great Awakening manchmal intuitiv fühlen. Biden stellt eine Strafe dar zu der die Vereinigten Staaten verurteilt wurden. Und von den USA aus alle anderen.

Demzufolge muss das Great Awakening zur Errettung der Völker und Gesellschaften mit der Multipolarität beginnen. Dabei geht es nicht nur um die Rettung des Westens selbst, oder sogar um die Rettung aller anderen vom Westen, sondern um die Errettung der Menschheit, sowohl ihres westlichen als auch ihres nicht-westlichen Teils von der totalitären Diktatur der liberal-kapitalistischen Eliten. Und dies kann nicht durch die Völker des Westens oder des Ostens allein geschehen. Das Great Awakening macht eine Internationalisierung des Kampfes der Völker gegen die Internationalisierung der Eliten notwendig.

Die Mutlipolarität wird zum wichtigsten Referenzpunkt und dem Schlüssel zur Strategie des Great Awakening. Nur indem wir diesen Aufruf an alle Nationen, Kulturen und Zivilisationen der Menschheit richten, sind wir dazu in der Lage, genug Kräfte zu sammeln um dem “Great Reset” und der Orientierung hin zur Singularität effektiv Widerstand leisten zu können.

Denn in diesem Fall scheint das Bild vom unausweichlichen Endkampf sich als viel weniger verzweifelt herauszustellen. Wenn wir einen Blick auf all jene werfen, die zu einem Pol des Great Awakening werden können, stellt sich die Lage in einem ganz anderen Licht dar. Die Internationale der Völker stellt sich weder als eine Utopie noch als eine Abstraktion dar, sobald wir über diese Kategorien nachzudenken beginnen. Vielmehr können wir mit Leichtigkeit das enorme Potenzial sehen und wie dieses im Kampf gegen den “Great Reset” genützt werden kann.

Lassen Sie uns kurz die Reserven aufzählen, auf die sich das Great Awakening im weltweiten Ausmaß verlassen kann.

Der US-Bürgerkrieg: Die Wahl unseres Lagers

In den USA haben wir mit dem Trumpismus einen Fuß in der Türe. Obwohl Trump selbst verloren hat, bedeutet dies nicht, dass er seine Hände in Unschuld gewaschen hat, einen gestohlenen Sieg eingestanden hat und das seine Unterstützer – 70.000.000 Amerikaner – aufgegeben und die liberale Diktatur als Tatsache anerkannt haben. Das haben sie nicht. Von nun an gibt es einen mächtigen anti-liberalen Untergrund in den USA höchstselbst, eine große Zahl (die Hälfte der Bevölkerung!) ist verbittert und in die Verachtung des liberalen Totalitarismus getrieben worden. Die Dystopie von Orwells 1984 wird nicht von einem kommunistischen oder faschistischen, sondern von einem liberalen Regime verkörpert. Aber sowohl die Erfahrung des sowjetischen Kommunismus als auch des deutschen Nationalsozialismus zeigen, dass Widerstand immer möglich ist.

Heute befinden sich die USA grundsätzlich in einem Zustand des Bürgerkriegs. Die liberalen Bolschewiken haben die Macht ergriffen und ihre Gegner sind in die Opposition gezwungen worden oder befinden sich kurz davor, in die Illegalität zu gehen. Eine Opposition von 70.000.000 ist etwas Ernstes. Freilich sind sie zerstreut und befinden sich in Unordnung wegen der Strafaktionen und der neuen totalitären Technologie der Big Tech Unternehmen.

Es ist jedoch zu früh, das amerikanische Volk abzuschreiben. Offenkundig verfügt es noch über eine gewisse Stärke und die Hälfte der US-Bevölkerung ist bereit dazu, ihre individuelle Freiheit um jeden Preis zu verteidigen. Und heute stellt sich die Frage genau so: Freiheit oder Biden. Natürlich werden die Liberalen versuchen den Zweiten Zusatzartikel zur Verfassung abzuschaffen und die Bevölkerung zu entwaffnen, die gegenüber der globalistischen Elite immer weniger loyal ist. Es ist wahrscheinlich, dass die Demokraten versuchen werden, das Zwei-Parteien-System selbst zu töten und ein System einzuführen, das dem Wesen nach ein Ein-Parteien-System darstellt, ganz dem Geist des Zustandes ihrer gegenwärtigen Ideologie entsprechend. Das ist liberaler Bolschewismus.

Aber Bürgerkriege sind niemals im Vorhinein entschieden. Die Geschichte ist offen und der Sieg jeder Partei ist möglich. Gerade dann, wenn die Menschheit begreift, wie wichtig die amerikanische Opposition für den universalen Sieg über den Globalismus ist. Ganz gleich wie wir über die USA denken, über Trump und den Trumpismus, wir müssen einfach den amerikanischen Pol des Great Awakening unterstützen. Amerika vor den Globalisten zu retten und wieder groß zu machen ist unsere gemeinsame Aufgabe.

Europäischer Populismus: Die Überwindung von Rechts und Links

Die Welle des anti-liberalen Populismus ist auch in Europa nicht am Abebben. Obwohl es dem Globalisten Macron mit Gewalt gelungen ist, den Protesten der Gelbwesten Einhalt zu gebieten und sowohl italienische als auch deutsche Liberale die rechtsgerichteten Parteien und ihre Führer isoliert und davon abgehalten haben, an die Macht zu kommen, sind diese Prozesse nicht aufzuhalten. Der Populismus stellt dasselbe Great Awakening dar, nur auf europäischem Boden und mit europäischer Besonderheit.

Für diesen Widerstandspol ist eine neue ideologische Reflexion extrem wichtig. Die europäischen Gesellschaften sind ideologisch viel aktiver als die Amerikaner und daher spürt man die Traditionen rechter und linker Politik sowie deren innewohnende Widersprüche dort viel stärker.

Es sind genau diese Widersprüche, die die liberalen Eliten zu ihrem Vorteil nützen, um ihre Position innerhalb der Europäischen Union aufrecht zu erhalten.

Es ist eine Tatsache, dass der Hass auf die Liberalen in Europa auf zwei Seiten gleichzeitig wächst: Die Linke betrachtet sie als Vertreter des Großkapitals, Ausbeuter, die jeglichen Anstand verloren haben und die Rechte betrachtet sie als Lenker einer künstlichen Masseneinwanderung, Zerstörer der letzten Überreste traditioneller Werte und Totengräber der Mittelklasse. Gleichzeitig haben sowohl linke als auch rechte Populisten ihre traditionellen Ideologien hinter sich gelassen, die nicht länger die geschichtlichen Bedürfnisse befriedigen und drücken ihre Ansichten in neuen Formen aus, manchmal widersprüchlich und bruchstückhaft.

Die Zurückweisung der Ideologien des orthodoxen Kommunismus und Nationalismus ist generell positiv, da sie den Populisten eine neue, viel breitere Grundlage gibt. Aber sie stellt auch ihre Schwäche dar.

Jedoch ist das fatalste am europäischen Populismus nicht so sehr seine Entideologisierung, sondern das Fortbestehen einer tiefen, gegenseitigen Ablehnung zwischen Links und Rechts die seit den vorhergehenden Epochen fortbesteht.

Die Bildung eines europäischen Pols des Great Awakening muss die Lösung von zwei ideologischen Herausforderungen mit einschließen: Die endgültige Überwindung der Grenzen zwischen links und rechts (und das bedeutet die obligatorische Ablehnung des ausgedachten “Anti-Faschismus” einiger und des ausgedachten “Anti-Kommunismus” einiger anderer) sowie die Erhebung des Populismus als solchen – einen integralen Populismus – zu einem unabhängigen ideologischen Modell. Seine Bedeutung und Botschaft muss eine radikale Kritik des Liberalismus und seines höchsten Stadiums, des Globalismus, enthalten und gleichzeitig mit der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und dem Erhalt der traditionellen kulturellen Identität verbunden werden.

In diesem Fall wird der europäische Populismus zuallererst dann eine kritische Masse erreichen, wenn die Links- wie Rechtspopulisten endlich aufhören ihre Zeit darin zu verschwenden, miteinander Rechnungen zu begleichen und erst im zweiten Schritt ein sehr wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Pol im Great Awakening werden.

China und seine kollektive Identität

Die Gegner des Great Reset haben ein weiteres gewichtiges Argument: Das gegenwärtige China. Ja, China hat das Beste aus den Gelegenheiten gemacht, die ihm von der Globalisierung geboten wurden, um die Wirtschaft seiner Gesellschaft zu stärken. Aber China hat nicht den eigentlichen Geist des Globalismus akzeptiert, den Liberalismus, Individualismus und Nominalismus der globalistischen Ideologie. China hat vom Westen nur das genommen, was es stärker macht, aber all das abgelehnt, was es schwächer machen würde. Das ist ein gefährliches Spiel, aber bis jetzt war China in ihm erfolgreich.

In der Tat ist China eine traditionelle Gesellschaft mit einer tausendjährigen Geschichte und einer stabilen Identität. Und es hat offenkundig die Absicht, das auch in der Zukunft zu sein. Das ist ganz besonders offensichtlich bei der Politik von Chinas aktuellem Führer Xi Jinping. Er ist bereit dazu, taktische Kompromisse mit dem Westen zu schließen, aber er ist unbedingt, wenn es darum geht, zu gewährleisten, dass Chinas Souveränität und Unabhängigkeit weiterhin nur wachsen und stärker werden.

Dass die Globalisten und Biden sich solidarisch mit China verhalten würden ist ein Mythos. Ja, Trump verließ sich darauf und Bannon hat das so gesagt, aber das ist das Ergebnis eines engen geopolitischen Horizonts und eines grundlegenden Missverständnisses des Wesens der chinesischen Zivilisation. China wird seinen Kurs beibehalten und die multipolaren Strukturen stärken. Tatsächlich ist China der wichtigste Pol des Great Awakening, ein Punkt, der insbesondere dann klar wird, wenn wir als Startpunkt die Notwendigkeit einer Internationalisierung der Völker hernehmen. China ist ein Volk mit einer entschieden kollektiven Identität. Es gibt überhaupt keinen chinesischen Individualismus und wenn es ihn doch gibt, dann handelt es sich dabei um eine kulturelle Anomalie. Die chinesische Zivilisation stellt den Triumph des Klans, des Volkes, der Ordnung und Struktur über jegliche Individualität dar.

Natürlich soll das Great Awakening kein chinesischer Prozess werden. Es soll keinesfalls einheitlich werden, da jede Nation, jede Kultur, jede Zivilisation ihren eigenen Geist und ihren eigenen eidos besitzt. Die Menschheit ist vielfältig. Und ihre Einheit können wir genau dann am stärksten wahrnehmen, wenn sie mit einer ernsthaften Bedrohung konfrontiert wird, die über allen Menschen wie ein Damoklesschwert schwebt. Und genau das ist der Great Reset.

Der Islam gegen die Globalisierung

Ein weiteres Argument des Great Awakening liegt in den Völkern der islamischen Zivilisation. Es ist offensichtlich, dass der liberale Globalismus und die westliche Hegemonie von der islamischen Kultur und der islamischen Religion an sich, auf der diese Kultur fußt, radikal zurückgewiesen werden. Natürlich fanden sich einige islamische Länder während der Kolonialzeit unter der Macht und dem wirtschaftlichen Einfluss des Westens wieder, aber in buchstäblich allen muslimischen Ländern finden wir eine nachhaltige und grundlegende Ablehnung des Liberalismus und insbesondere des modernen globalistischen Liberalismus vor.

Dies drückt sich sowohl in extremen Formen – islamischen Fundamentalismus – als auch in moderaten Formen aus. In einigen Fällen werden individuelle religiöse oder politische Bewegungen zu Trägern einer anti-liberalen Initiative, während in anderen Fällen der Staat selbst diese Mission trägt. Die muslimischen Gesellschaften sind in jedem Fall ideologisch auf eine Aktive und systematische Gegnerschaft zur liberalen Globalisierung vorbereitet. Die Pläne des Great Resets enthalten nichts, nicht einmal auf einer theoretischen Ebene, das Muslime ansprechen könnte. Aus diesem Grund stellt die gesamte islamische Welt einen einzigen großen Pol des Great Awakening dar.

Unter den islamischen Staaten stehen der schiitische Iran und die sunnitische Türkei am stärksten in Opposition zur globalistischen Strategie. Darüber hinaus liegt die eigentliche Motivation des Irans in der religiösen Idee von der Ankunft des Endes der Welt und der letzten Schlacht in der der Hauptfeind – der Daddschal – klar mit dem Westen identifiziert wird, dem Liberalismus und dem Globalismus, die Türkei hingegen wird mehr von pragmatischen Betrachtungen getrieben, durch das Verlangen nach der Stärkung und Erhaltung seiner nationalen Souveränität und der Sicherstellung des türkischen Einflusses im Nahen Osten und dem östlichen Mittelmeer.

Erdogans Politik des schrittweisen Abgehens von der NATO verbindet die nationale Tradition Kemal Atatürks mit dem Wunsch danach, die Rolle des Führers der sunnitischen Muslime zu spielen, wobei beides nur in Gegnerschaft zur liberalen Globalisierung zu erreichen ist, welche die vollständige Säkularisierung der Gesellschaften zum Ziel hat. Die Schwächung (und in weiterer Folge Abschaffung) der Nationalstaaten, die in der Zwischenzeit die Gewährung politischer Autonomie gegenüber ethnischen Gruppen nach sich zieht, wäre ein fataler Schritt für die Türkei aufgrund des großen und sehr aktiven kurdischen Faktors.

Das sunnitische Pakistan, welches eine weitere Form der Verbindung nationaler mit islamischer Politik darstellt, entfernt sich Stück für Stück immer weiter weg von den Vereinigten Staaten und dem Westen.

Obwohl die Golfstaaten stärker vom Westen abhängig sind, offenbart ein genauerer Blick auf den arabischen Islam und mehr noch auf Ägypten, welches ein weiterer wichtiger Staat in der islamischen Welt ist, soziale Systeme, die nichts mit der globalistischen Agenda zu tun haben und tendieren natürlicherweise dazu, sich auf die Seite des Great Awakening zu stellen.

Dies wird nur durch die Widersprüche zwischen den Muslimen selbst behindert, die vom Westen und den globalistischen Kontrollzentren geschickt verstärkt werden, nicht nur zwischen Schiiten und Sunniten, sondern auch Regionalkonflikte zwischen den einzelnen sunnitischen Staaten selbst.

Der Zusammenhang des Great Awakening könnte eine ideologische Plattform für die Vereinigung der gesamten islamischen Welt werden, da der Widerstand gegen den “Great Reset” ein unbedingter Imperativ für beinahe jedes islamische Land ist. Dadurch wird es möglich, die Strategie der Globalisten und die Opposition zum gemeinsamen Nenner zu machen. Das Bewusstsein für das Ausmaß des Great Awakening würde in einem gewissen Rahmen das Streichen der Dringlichkeit gewisser lokaler Widersprüche erlauben, um zur Bildung eines weiteren Pol des globalen Widerstandes beizutragen.

Russlands Sendung: An der Spitze des Great Awakening stehen

Schlussendlich ist die Rolle des wichtigsten Pols des Great Awakening für Russland vorgesehen. Der Tatsache zum Trotz, dass Russland teilweise in die westliche Zivilisation durch die aufgeklärte Kultur während der zaristischen Periode, unter den Bolschewiken und insbesondere nach 1991 involviert war, ist die tiefe Identität der russischen Gesellschaft in jeder Phase – sowohl im Altertum als auch in der Gegenwart – zutiefst misstrauisch gegenüber dem Westen, insbesondere gegenüber dem Liberalismus und der Globalisierung. Der Nominalismus ist in seinen eigentlichen Grundlagen dem russischen Volk zutiefst fremd.

Die russische Identität hat immer das Gemeinsame an erste Stelle gestellt – den Klan, das Volk, die Kirche, die Tradition, die Nation und die Macht und sogar der Kommunismus stellte, wenn auch künstlich in Klassenbegriffen – eine kollektive Identität dar, die sich dem bürgerlichen Individualismus entgegenstellte. Die Russen haben ihn stur zurückgewiesen und weisen den Nominalismus in all seinen Formen weiterhin zurück. Und das war eine gemeinsame Grundlage sowohl für die monarchistische als auch für die sowjetische Periode.

Nach dem gescheiterten Versuch sich in die globale Gemeinschaft der 1990er Jahre einzugliedern, dank des Scheiterns der liberalen Reformen, wurde die russische Gesellschaft davon überzeugt, dass globalistische und individualistische Einstellungen in großem Ausmaß den Russen fremd sind. Dadurch wird die allgemeine Unterstützung für Putins konservativen und souveränen Kurs bestimmt. Die Russen lehnen den “Great Reset” sowohl von rechts als auch von links ab – und das ist, gemeinsam mit seinen historischen Traditionen, der kollektiven Identität und der Wahrnehmung der Souveränität und der staatlichen Freiheit als Höchstwert keine Momentaufnahme, sondern eine überzeitliche, grundlegende Eigenschaft der russischen Zivilisation.

Die Zurückweisung des Liberalismus und der Globalisierung sind in den vergangenen Jahren besonders akut geworden, da der Liberalismus sich selbst als ausgesprochen zurückweisend gegenüber den Eigenschaften des russischen Bewusstseins erwiesen hat. Das rechtfertigt eine gewisse Sympathie der Russen für Trump und parallel dazu eine tiefe Verachtung für seine liberalen Gegenspieler.

Von Seiten Bidens ist die Haltung zu Russland ziemlich symmetrisch. Er und die globalistischen Eliten im Allgemeinen sehen Russland als den zivilisatorischen Hauptfeind, der sich stur weigert, den Vektor des liberalen Progressivismus zu akzeptieren und seine politische Souveränität und Identität unbedingt verteidigt.

Natürlich hat auch das heutige Russland keine vollständige und kohärente Ideologie, die eine ernsthafte Herausforderung des Great Resets darstellen würde. Darüber hinaus sind die liberalen Eliten, die sich an der Spitze der Gesellschaft verschanzt haben, noch immer stark und einflussreich in Russland. Liberale Ideen, Theorien und Methoden dominieren noch immer die Wirtschaft, Bildung, Kultur und Wissenschaft. All das schwächt Russlands Potential, verwirrt die Gesellschaft und bereitet den Boden für wachsende interne Widersprüche. Aber insgesamt ist Russland der wichtigste – wenn nicht sogar der bedeutendste – Pol des Great Awakenings.

Das ist genau der Punkt, an den die gesamte russische Geschichte geführt hat und drückt die innere Überzeugung aus, dass die Russen etwas Großem und Entscheidenden in der dramatischen Situation der Endzeit gegenübertreten, dem Ende der Geschichte. Aber es ist genau das Ende in seiner schlimmstmöglichen Fassung welches das Projekt des Great Resets impliziert. Der Sieg des Globalismus, des Nominalismus und der kommenden Singularität würde das Scheitern der historischen Mission Russlands bedeuten, nicht nur in der Zukunft, sondern auch in der Vergangenheit. Immerhin war die Bedeutung der russischen Geschichte immer genau auf die Zukunft ausgerichtet und die Vergangenheit war nur der Probelauf für sie.

Und in dieser Zukunft, die nun heraufdämmert, liegt die Rolle Russlands nicht nur darin, eine aktive Rolle im Great Awakening einzunehmen, sondern auch darin, an seiner Spitze zu stehen und den Imperativ der Internationale der Völker im Kampf gegen den Liberalismus zu erklären, der Seuche des 21. Jahrhunderts.

Russlands Erwachen: eine imperiale Wiedergeburt

Was bedeutet es für Russland unter solchen Umständen zu “erwachen”? Es bedeutet Russlands historische, geopolitische und zivilisatorische Ausmaße zur Gänze wiederherzustellen und ein Pol der neuen Multipolaren Welt zu werden.

Russland war niemals “nur ein Land”, und noch viel weniger “nur eines unter den europäischen Ländern.” Trotz all der Einheit unserer Wurzeln mit Europa, welche zur gräco-romanischen Kultur zurückreichen, hat Russland in allen Phasen seiner Geschichte einen Sonderweg eingeschlagen. Das hatte auch einen Einfluss auf unsere feste und unerschütterliche Entscheidung für die Orthodoxie und den Byzantinismus im Allgemeinen, welche größtenteils unsere Entfremdung von Westeuropa, das den Katholizismus und später den Protestantismus wählte, bedingte. In der Moderne spiegelte sich dieser Faktor des tiefen Misstrauens gegenüber dem Westen in der Tatsache wider, dass wir nicht so stark vom eigentlichen Geist der Moderne im Nominalismus, Individualismus und Liberalismus beeinflusst wurden. Und sogar wenn wir uns einige Doktrinen und Ideologien vom Westen geliehen haben, dann waren diese oft kritisch, also enthielten sie selbst die Ablehnung der liberal-kapitalistischen Entwicklungslogik der westlich-europäischen Zivilisation, die uns so nahe stand.

Russlands Identität wurde auch in einem großen Ausmaß vom östlich-turanischen Vektor geprägt. Wie die eurasischen Philosophen, den großen russischen Historiker Lev Gumilev eingeschlossen, gezeigt haben, war die mongolische Staatlichkeit Dschingis Khans eine wichtige Lehre für Russland hinsichtlich der zentralisierten Organisation imperialen Typs, der größtenteils unserem Aufstieg als Großmacht seit dem 15. Jahrhundert vorausging, als die Goldene Horde zusammenbrach und sich das moskowitische Russland seinen Platz im Raum Nordost-Eurasiens nahm. Diese Kontinuität mit der Geopolitik der Horde führte natürlich zur Expansion in den folgenden Epochen. Bei jeder Gelegenheit hat Russland nicht nur seine Interessen verteidigt und durchgesetzt, sondern auch seine Werte.

Folglich hat sich Russland als der Erbe zweier Reiche herausgestellt, die etwa gleichzeitig zusammengebrochen sind, nämlich im 15. Jahrhundert: den Reichen der Byzantiner und Mongolen. Das Reich wurde zu unserem Schicksal. Auch im 20. Jahrhundert mit dem ganzen Radikalismus der bolschewistischen Reformen blieb Russland allen Widerständen zum Trotz ein Reich, diese Mal in Gestalt des Sowjetreichs.

Das bedeutet, dass unser Wiederaufleben ohne die Rückkehr zur imperialen Mission, die unserem historischen Schicksal zu Grunde liegt unverständlich ist.

Diese Mission steht dem globalistischen Projekt des “Great Reset” diametral gegenüber. Und es ist nur natürlich zu erwarten, dass die Globalisten in ihrem entscheidenden Angriff alles tun werden, um eine imperiale Wiedergeburt in Russland zu verhindern. Dementsprechend brauchen wir genau das: eine imperiale Wiedergeburt. Nicht etwa um unsere russische und orthodoxe Wahrheit anderen Völkern, Kulturen und Zivilisationen aufzuzwingen, sondern um unsere Identität wiederzubeleben, zu festigen und zu verteidigen und anderen dabei zu helfen, wiederum ihre Renaissance zu bewerkstelligen, sie zu festigen und zu verteidigen so gut wie wir können. Russland ist zwar nicht das einzige Ziel des “Great Reset”, jedoch ist unser Land in vielerlei Hinsicht das Haupthindernis bei der Umsetzung ihrer Pläne. Aber das ist unsere Mission – “Katehon” zu sein, “derjenige der aufhält” um die Ankunft des letzten Bösen auf der Welt zu verhindern.

Jedoch sind in den Augen der Globalisten auch die anderen traditionellen Zivilisationen, Kulturen und Gesellschaften dazu verurteilt zerschlagen, neu formatiert und transformiert zu werden, in eine undifferenzierte globale, kosmopolitische Masse und in der nahen Zukunft durch neue – post-humane – Formen des Lebens, Organismen, Mechanismen und ihre Hybriden ersetzt zu werden. Daher ist das imperiale Erwachen Russlands ein Signal für einen universalen Aufstand der Völker und Kulturen gegen die liberal-globalistischen Eliten. Durch die Wiedergeburt als ein Reich, als ein orthodoxes Reich, wird Russland ein Beispiel für andere Reiche sein – das chinesische, türkische, persische, arabische, indische und auch das lateinamerikanische, amerikanische, afrikanische…. und das europäische Reich. Anstatt der Dominanz eines einzigen globalistischen “Reiches” des Great Reset muss das Russische Erwachen der Anfang einer Ära der vielen Reiche werden, welche den Reichtum der menschlichen Kulturen, Traditionen, Religionen und Wertesysteme widerspiegelt.

Auf den Weg zum Sieg des Great Awakening

Wenn wir den US-Trumpismus, den europäischen Populismus (sowohl links- als auch rechts), China, die Islamische Welt und Russland miteinander kombinieren und voraussehen, dass an einem Punkt in der Zukunft die große indische Zivilisation, Lateinamerika und Afrika, welches in eine weitere Phase der Entkolonialisierung eintritt und alle anderen Völker und Kulturen der Menschheit im Allgemeinen diesem Lager beitreten mögen, haben wir es nicht mehr mit einem verstreuten Haufen verwirrter Außenseiter zu tun, die versuchen den liberalen Eliten, welche die Menschheit zum letzten Gefecht zu führen, Einhalt zu gebieten, sondern eine komplett ausgebildete Front, die Akteure verschiedener Größe mit einschließt, von Großmächten mit weltumspannenden Wirtschaftssystemen und Atomwaffen bis hin zu einfluss- und zahlreichen politischen, religiösen und sozialen Kräften und Bewegungen.

Die Macht der Globalisten besteht zuletzt aus Unterstellungen und “schwarzen Wundern”. Sie herrschen nicht auf der Grundlage von wahrer Macht, sondern aufgrund von Illusionen, Simulakren und künstlichen Bildern, welche sie wie besessen versuchen in die Geister der Menschheit einzuflößen.

Letztendlich wurde der Great Reset von einer Handvoll degenerierter und schwer atmender alter globalistischer Männer am Rande der Demenz (wie etwa Biden selbst, der verschrumpelte Schurke Soros oder der fette Bürger Schwab) und einem marginalisierten pervertierten Haufen ausgewählt, um die blitzschnellen Karrieremöglichkeiten für alle Überflüssigen aufzuzeigen. Natürlich kontrollieren sie die Börsen und die Druckerpressen, die Wall-Street-Gauner und die Erfinderjunkies aus dem Silicon Valley, die für sie arbeiten. Disziplinierte Geheimdienstmänner und Armeegeneräle sind ihnen untergeordnet. Aber all das ist unbedeutend im Vergleich zur gesamten Menschheit, zu den Arbeitern und Denkern, den Tiefen der religiösen Institutionen und des grundlegenden Reichtums der Kulturen.

Das Great Awakening bedeutet, dass wir das Wesen dieser fatalen, sowohl mörderischen als auch selbstmörderischen Strategie des “Fortschritts” verstanden haben, so wie sie die globalen liberalen Eliten verstehen. Und wenn wir sie verstehen, dann sind wir dazu in der Lage sie jedem anderen auch zu erklären. Die Erwachten können und müssen alle anderen aufwecken. Und wenn wir damit erfolgreich sind, wird nicht nur der “Great Reset” scheitern, sondern auch ein gerechtes Urteil über jene gefällt werden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Menschheit zu zerstören, zuerst ihren Geist und nun ihren Körper.

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